von Uwe Behrmann
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4. Dezember 2025
Jetzt sind wir schon gut sechs Wochen in Almayat. Die Zeit bis hierher ist wie im Fluge vergangen. Anfangs war es noch hochsommerlich warm bis heiß. In Gedanken waren noch oft beim letzten Winter mit der Überschwemmung. Oft haben wir in Gedanken durchgespielt, was zu tun ist, wenn.... An einem Abend gab es dann wieder so ein Regenguss, der uns im letzten Jahr den ganzen Winter versaut hatte. Anders als im letzten Jahr, kam es zu keiner Überschwemmung. Nicht einmal dar Rio Velez, der massiv über die Ufer getreten war und uns nasse Füße beschert hatte, wies einen hohen Pegelstand auf. Da muss im letzten Jahr in den Bergen etwas massiv falsch gelaufen sein. Zur Vorbereitung hat allerdings der Campingplatz eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, die eine ähnliche Katastrophe in diesem Jahr verhindern soll. Einzig ein Stromausfall am Morgen danach erinnerte daran. Da waren wir aber selber schuld. Ich hatte alle Stromverbindungen hochgebunden, so dass sie nicht im Wasser liegen konnten. Nur leider habe ich eine Steckverbindung falsch herum aufgehängt. So ist ein wenig Wasser in die Verbindung hineingelaufen und hat den FI-Schalter ausgelöst. Das ließ sich schnell beheben. Mittlerweile sind die Gedanken nicht mehr beim Hochwasser. Das Thema ist abgeschlossen. Die Tagetemperaturen sind jetzt auf einem normalen Niveau angekommen. Die 20° C Marke wird nur noch selten geknackt. Die Sonne scheint aber häufig und wenn der Wind nicht gerade bläst, ist es ganz ordentlich warm in der Sonne. Weihnachtliche Gefühle kommen da bei uns kaum auf. Zwar steht der zweite Advent vor der Tür und viele Camper haben mit Lichterketten, Glitzerkram und Girlanden mächtig aufgerüstet, wir bleiben da etwas zurückhaltender. Nur das Paket mit den Weihnachtskeksen vermittelt einen Eindruck von der Vorweihnachtszeit. In gut zwei Wochen sitzen wir im Flieger nach Lübeck. Spätestens dann, wenn wir in Neustadt ankommen, wird die Stimmung vermutlich auch auf uns übergreifen. In der einen Woche im Norden wollen wir uns einen möglichen Stellplatz an der Ostsee für den nächsten Sommer anschauen. Mal sehen, vielleicht kommen wir Nordlichter doch mal wieder in unsere alte Heimat.