Die Rentner on tour
Der erste Sommer in Bliesdorf

Unser Sommer in Bliesdorf begann etwas anders als geplant: Wegen eines Radlagerschadens trafen wir erst verspätet ein. Umso größer war die Freude, als wir schließlich ankamen und unser neues Sommerquartier in Angriff nehmen konnten.
Mit tatkräftiger Unterstützung von Familie und Freunden machten wir uns daran, den Platz herzurichten. Es gab einiges zu tun, bis der Wohnwagen sicher und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände an seinem Platz stand. Gemeinsam bauten wir anschließend das Vorzelt samt Fußboden auf.
Auch die Küche wurde eingebaut. Dabei fanden wir eine Lösung, mit der wir sehr zufrieden sind: praktisch, gemütlich und genau passend für unseren Alltag auf dem Platz. Stück für Stück entstand so ein Ort, an dem wir uns richtig wohlfühlen konnten.
Ein besonderes Highlight ist der Blick auf die Ostsee. Diesen mussten wir uns allerdings erst ein wenig freikämpfen. Im Herbst haben wir dafür zwei Büsche so weit wie nötig zurückgeschnitten; alles andere blieb unangetastet. Nun können wir die Aussicht genießen.
Der Sommer selbst zeigte sich von seiner besten Seite. Es war angenehm warm, das Wetter spielte mit und Regen gab es nur selten. Erst im Herbst wurde es deutlich nasser. Insgesamt klappte vieles besser, als wir es nach dem holprigen Start erwartet hatten.
Besonders schön waren die gemeinsamen Momente mit unserer Familie. Unseren Enkel Mattes betreuten wir hin und wieder bei uns, und auch unsere Tochter Neele besuchte uns mehrfach. Ralf und Janne schauten ebenfalls vorbei. Ihre große Hündin Nala konnte sie leider nicht begleiten, weil Hunde im Sommer nicht auf das Gelände durften.
Im Laufe des Sommers standen außerdem einige Reparatur Arbeiten an, die wir überwiegend problemlos erledigen konnten. Als letztes Projekt für den Herbst hatten wir uns den Kühlschrank vorgenommen. Auf der Rückfahrt hatte er extrem stark gekühlt und beinahe nur noch Eis produziert. Daher musste geklärt werden, warum sich die Temperatur nicht mehr normal regeln ließ.
Mit Unterstützung einer KI untersuchte ich die einzelnen Bauteile Schritt für Schritt. Die Thermistoren, also die Temperaturfühler des Kühlschranks, waren intakt und lieferten plausible Messwerte. Auch der Kompressor funktionierte und ließ sich ein- und ausschalten. So verdichtete sich der Verdacht, dass die Steuerungsplatine defekt sein musste.
Daraufhin bestellte ich im September eine neue Steuerungsplatine – zeitlich sicherlich schon ein wenig auf den letzten Drücker. Beim Einbau unterlief mir vermutlich eine Verwechslung, sodass ich zunächst wieder die defekte Platine einsetzte. Danach funktionierte gar nichts mehr. Mit weiterer Unterstützung der KI und nach vielen Versuchen gelang es schließlich, den Kühlschrank wieder zum Laufen zu bringen.
Dabei lernten wir auch, dass ein leerer Kühlschrank keine guten Bedingungen für einen aussagekräftigen Test bietet: Er lief ununterbrochen weiter und wurde immer kälter. Erst nachdem ich ihn mit Flüssigkeit befüllt und das ebenfalls leere Tiefkühlfach ausgeschaltet hatte, regelte sich die Temperatur offenbar wieder normal ein. Seitdem scheint der Kühlschrank zuverlässig zu funktionieren – wir sind also offensichtlich auf dem richtigen Weg.
Wenn wir auf diesen ersten Sommer zurückblicken, bleiben vor allem die Hilfsbereitschaft, die vielen Besuche, das gute Wetter und das Gefühl, gemeinsam etwas Schönes geschaffen zu haben. Trotz der verspäteten Ankunft wurde es eine rundum gelungene Zeit in Bliesdorf – und sicher fallen uns nach und nach noch weitere kleine Geschichten ein, die unbedingt dazugehören.









